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Die Gefahren des Frackings und die Verbotsgründe im Überblick

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Gefahr für Wasser und Boden

Beim Fracking werden mehr als 200 verschiedene Chemikalien und Biozide eingesetzt, darunter auch BTEX-Chemikalien (Benzole, Toluol, Ethyle, Xoluol), die schwere Leber- und Nierenschäden verursachen.
Lagerstättenwasser kommt im Untergrund natürlicherweise vor und gelangt mit dem Frackwasser nach oben. Es kann radioaktive Stoffe, giftige Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle enthalten.

Völlig ungeklärt ist auch die Entsorgung von Abfällen und Abwässern. Große Mengen an Brauch-, Abwasser und Bohrschlamm, die mit radioaktiven Isotopen, Schwermetallen und Salzen belastet sind, müssen über teils weite Strecken transportiert und entsorgt werden.

Zur potentiellen Verseuchung des Grund- und Trinkwassers durch Fracking kommen noch der hohe Wasser- und Flächenverbrauch, die Gefahr von Erdbeben und Bergsenkungen sowie die Verkehrs- und Lärmbelastungen.

Trotz der Gefahren für Mensch und Umwelt sieht das Bundesberggesetz weder für Erkundungs- und Probe-, noch für die Gewinnungsbohrungen eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung vor.

Durch Fracking entsteht für niemanden ein solcher Nutzen, der es Wert ist, die Reinheit des Wassers, unsere Gesundheit und die Schönheit der Landschaft aufs Spiel zu setzen.


„Green- oder Clean Fracking“
nennen die Befürworter beschönigend eine angestrebte Methode: Das Fracking ohne den Zusatz giftiger Hilfsstoffe.
Wir fordern auch ein Verbot des „Green Frackings“, weil dabei weiterhin unzumutbare Gefahren bestehen.
 

 
Verbotsgründe
 
1. Fracking kann nur gegen den Willen der Bürger/innen durchgeführt werden. Das darf nicht sein.

2. Die Aufsprengung des Gesteins im Untergrund kann giftigem Tiefenwasser (u. a. mit Benzol, Quecksilber, Radioaktivität) den Weg ins Grundwasser ermöglichen.

3. Diese giftigen Tiefenwasser werden - an der Erdoberfläche gebracht - ein Umweltrisiko, auch, weil es kein überzeugendes Entsorgungskonzept gibt.

4. Die Langzeitabdichtung der Bohrlochummantelung kann nicht garantiert werden. Auch die „dauerhafte“ Abdichtung zwischen der Ummantelung und dem durchbohrten Gestein ist ein bleibendes Risiko.

5. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen berichtet, dass die Förderung und der Verbrauch von Frackinggas eine 3 bis 15 mal höhere Klimabelastung durch CO2 verursacht als bisher verwendetes Gas. Die bereits beschlossenen, politisch verbindlichen Klimaschutzziele auf internationaler Ebene werden durch Verwendung von Frackinggas ignoriert, denn klimaverträglicheres Gas ist ausreichend auf dem Weltmarkt vorhanden.

6. Fracking bedeutet Investitionen in eine Risiko-Technik Die Entwicklung klimaneutraler, zukunftsfähiger Technologien (z. B. Strom zu Gas) wird dadurch behindert.

7. Fracking kann Erdbeben auslösen. Wenn dadurch Gebäudeschäden entstehen, müssen die Geschädigten beweisen, dass Fracking die Ursache war. Rechtsschutzversicherungen haben dieses Klagerisiko vorsorglich ausgeschlossen.

8. Die Gewinne aus Fracking erwirtschaften die Betreiber, die Schäden erleiden die Anwohner und folgende Generationen. Die Haftung der Betreiber verjährt schon nach 30 Jahren.

9. Wertverluste von Gebäuden oder touristisch genutzten Anlagen (z. B. durch Bohrtürme in 100 – 200 m Entfernung) werden den Eigentümern nicht erstattet.

10. Der in unserem dicht besiedelten Land wichtige Erholungsraum in der freien Landschaft wird zerstört. Landwirtschafts- und Waldflächen werden zerschnitten und gehen verloren (ca.16.000m² pro asphaltierter Bohrplatz + Zufahrtsstraßen).
Die Erfahrungen aus den USA zeigen, dass die schnell sinkenden Förderraten nur durch ein dichtes Netz an Bohrtürmen sowie mehrfachen Fracks halbwegs gehalten werden können, was die Umweltauswirkungen potenziert. Dieser Umstand würde sich auch bei einem „Clean“-Fracking nicht ändern.

11. Pro Bohrplatz werden ca. 7300 Tankwagen Wasser (270.000 m³)[1] benötigt und damit vergiftet.

12. Tag und Nacht belästigt Bohrlärm und dauernder LKW-Verkehr die betroffenen Menschen.

13. Weltweit werden jährlich ca. 150 Milliarden m³ Erdgas abgefackelt! Das entspricht einer Studie von GE (General Electric)[2] zufolge 5 Prozent der weltweiten Erdgas-Produktion oder 30 Prozent des Verbrauchs in der Europäischen Union. Solange diese Energiemengen nutzlos und klimaschädlich vernichtet werden, ist es politisch unverantwortlich, die Fracking-Technik auch nur in Betracht zu ziehen, selbst wenn ein Einsatz ohne zusätzliche umwelttoxikologische Substanzen möglich wäre.
   
Durch Fracking entsteht für niemanden ein solcher Nutzen, der es Wert ist, die Reinheit des Wassers, unsere Gesundheit und die Schönheit der Landschaft aufs Spiel zu setzen.
  
[1] Quelle: Fracking in unkonventionellen Erdgas-Lagerstätten in NRW, Kapitel 6, Seite 109 – 110. Link: http://www.umwelt.nrw.de/umwelt/pdf/gutachten_fracking_nrw_2012_lang_03.pdf

[2] Quelle: GE-study “Flare Gas Reduction” Link: http://www.geenergy. com/content/multimedia/_files/downloads/GE%20Flare%20Gas%20Reduction%2001-24-2011.pdf

 
Luftaufnahme
 
 
Fracking-Felder in Jonah High, Wyoming, USA
Bildquelle: blog.skytruth.or